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Immobilienkredit – bekomme ich jetzt Geld geschenkt?

Was vor einigen Jahren noch undenkbar oder kaum vorauszusehen schien, kann jetzt Realität bei Neubauimmobilien werden. Bauen oder kaufen Sie, so könnten Sie bald nicht mehr Ihren kompletten Kredit zurückzahlen müssen. Was es mit der Vergabe von Krediten mit Negativzinsen wirklich auf sich hat und welche Risiken lauern: Wohnungsbau-Oldenburg erklärt.

„Eine positive Entwicklung für alle, die ein Haus bauen wollen“

Sie lassen Sparer fluchen und Hausbauer jubeln. Die Rede ist von vergebenen Krediten mit Negativzinsen, wie es schon bald zur Regel werden könnte. Die deutschen Zinsen für Immobiliendarlehen nähern sich der Nullmarke immer weiter an. Sogar der Bestzins von zehnjährigen Hypothekendarlehen landete sich im August auf einem historischen Tief von 0,42%.

Wer also einen Immobilienkredit aufnimmt, bekommt dafür bald vielleicht auch noch Geld zurück. Die volle geliehene Summe müsste am Ende nicht mehr an die Bank zurückgezahlt werden. Stefan Mitropoulus, Immobilienanalyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen, sagt im Interview mit Business Insider: „Das ist eine positive Entwicklung für alle, die ein Haus bauen wollen.“ Aber werden damit der Bau und der Kauf des Eigenheims wirklich erschwinglicher und zugänglicher? Oder lauern versteckte Risiken?

Die Risiken

Das größte Risiko tragen zunächst einmal die Banken. Ändert sich die wirtschaftliche Situation eines Kreditnehmers, verliert er beispielsweise seinen Job oder kann aus anderen Gründen die Rate nicht mehr begleichen, fällt der Kredit aus und die Risikoprämie durch Zinsen fehlt den Banken. Die Kreditvergabe dürfte bei so extremen Konditionen wie Negativzinsen also nicht weniger streng werden, eher im Gegenteil.

Es ist an den Banken, sich abzusichern, vor allem in Hinblick auf die vermeintliche Blasengefahr, von der seit Jahren immer wieder gesprochen wird. Eine Grundvoraussetzung dafür ist ein sprunghafter Anstieg der Kreditvergabe in Kombination mit unzureichender Prüfung der Kreditnehmer. Trotz der immer wiederkehrenden Unkenrufe sagt Michael Voigtländer, Immobilien-Experte beim IW Köln: „Ich sehe keine Blase.“

Mit der Aussicht darauf, Geld geschenkt zu bekommen, als würde die Bank einen kleinen Zuschuss geben, könnten sich noch mehr Deutsche dazu entscheiden, zu bauen. Die Gefahr darin liegt in einer möglicherweise zu großzügigen Planung, die die eigenen Möglichkeiten übersteigt. Sollten die Zinsen wieder in die Höhe schießen, könnten Kredite nicht mehr bedient werden. Das bedeutet: Keine Anschlussfinanzierung für den eifrigen Hausbauer. Sollten dazu auch noch die Immobilienpreise wieder zurückgehen, drohen Wertverlust und Leerstand. „Mit Blick auf den Immobilienmarkt sollten die Marktteilnehmer durch ausreichend Eigenkapital für den Fall vorsorgen, dass die Preise unerwartet fallen und die Zinsen steigen“, empfiehlt Claudia Buch, Vizepräsidentin der Bundesbank, in der „FAZ“. Negativzinsen sollten also nicht für 90- oder 100-Prozent-Finanzierungen angeboten werden.

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Die aktuelle Lage

Zurzeit aber sind Immobilien noch immer stark nachgefragt – sowohl aus dem Bausektor, als auch von Investoren. Anleger stecken ihr Geld in Immobilien, weil ihnen geeignete Alternativen fehlen. Die Preise steigen also stetig weiter: Im Jahr 2019 noch einmal um 5,5% durchschnittlich. Noch immer herrscht auch bei den ausgebuchten Baufirmen überall eine größere Nachfrage, als sie bedient werden kann. Eine Entwicklung, die sich durch Negativzinsen weiter verschärfen könnte. Laut den Experten der BHW Bausparkasse ist jedoch keine schnelle Trendwende der Niedrigzinsen zu erwarten. Auf Jahressicht ist laut ihrer Untersuchungen, wenn überhaupt, nur mit einem leichten Anstieg zu rechnen.

Unser Fazit

Ein Negativzins, und damit für Sie geschenktes Geld, ist in den nächsten Jahren also möglich. Im Rahmen dieser Entwicklung bleibt der Markt weiterhin stabil für Hausbauer und -käufer. Informieren Sie sich schon heute und die eigenen vier Wände rücken in greifbare Nähe. Gerne unterstützen wir Sie jederzeit dabei. Jetzt Kontakt aufnehmen!

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